privat dominant im schlafzimmer sein

Trotz Nervosität dominant im Schlafzimmer sein

Viele Menschen glauben, aus welchen Gründen auch immer, dass das dominant oder devot sein, oder das switchen zwischen beiden Rollen, seit der Geburt verwurzelt ist. Sie glauben, man kann es nicht lernen, das im Schlafzimmer auszureden. Aber doch: Man kann! Und wie, erfährst Du in diesem Beitrag.

Selbst wenn man seit seiner Geburt die Neigung trägt, zur Dominanz oder zur Devotion, muss man doch dennoch sich Wissen und Erfahrungen aneignen, um wirklich seine eigene Rolle, in diesem speziellen Fall die dominante Rolle, ausleben zu können. Auch Du kannst lernen, Deinen Partner geschickt zu dominieren, auch wenn die Dominanz keine treibende Kraft in Deiner Persönlichkeit darstellt.

Mit der richtigen Einstellung, den passenden Werkzeugen und einem offenen Geist, die Dir zur Verfügung stehen, wirst Du feststellen, dass es möglich ist, im Schlafzimmer dominanz zu werden und dabei auch noch eine Menge Spaß zu haben. Ein paar einfache Regeln möchte ich Dir aufzeigen,d enen Du einfach folgen kannst, um dominanter und auch abendteuerlustiger zu werden.

Vermeide riesige Sprünge

Wenn Du zu früh zu viel willst, könntest Du sehr schnell negative Erfahrungen machen, die Du vermeiden kannst, denn sie könnten im schlimmsten Fall jemanden verletzen.

Selbst wenn Du Deinen Partner mit Peitsche und Lack / Leder / Latex dominierst, sollte niemand erwarten, dass Du das von Anfang an tust. Zu lernen, wie man dominant ist oder, noch wichtiger, wie man dem Partner gegenüber -gut- dominant ist, braucht Zeit und Erfahrung.

Du solltest daher mit Aktivitäten beginnen, die weniger intensiv oder extrem sind. Denn bereits das leichte Spielen mit dem Machtaustausch kann dazu führen, das sich alle Dinge intensiver anfühlen. Wenn dann doch etwas schief geht, ist es so doch viel einfacher zu handhaben, weil es in der Verantwortung von Dir als dominanter Part liegt, wenn etwas schief läuft. Wenn man dann die Sicherheit gewonnen hat, auch mit großen und kleinen Spielen umzugehen, kann man dann zu intensiveren Spielarten übergehen und reagiert zu sich selbst immer ruhiger, sollte doch einmal etwas schief laufen.

Andererseits muss es auch überhaupt nicht extrem zugehen, wenn Du das erste Mal diese Rolle einnimmst. Wenn Du also erst einmal harmlos anfangen möchtest und nicht so heftige Anweisungen geben magst, ist das auch völlig in Ordnung. Allein das Ausüben dieser Macht kann höchst erotisch sein und sowohl Dein Partner als auch Du können diesen Machtfluss intensiv erleben. Dem Partner Anweisungen zu geben und die Kontrolle über den Sex zu übernehmen, ist vielleicht nicht super pervers, aber es ist ein guter Anfang, so dass der Sex besser wird. Damit solltest Du also beginnen.

Der häufigste Fehler, der begangen wird, wenn man gerade beginnt die eigene dominante Ader zu erkunden ist, dass man meint selbst drastische Änderungen an den eigenen Einstellungen und dem Handeln vornehmen zu müssen. Zum Glück ist das doch gar nicht der Fall. Wenn Du plötzlich Deine Einstellung änderst, könnte es sogar sein, das Dein Partner ausflippt, was ja sicherlich gar nicht das Ziel ist.

Deswegen gibt es einfache Schritte, die man einleiten sollte, um sich langsam in die neue Rolle hineinzufühlen.

Versuche, etwas einzuleiten

Küsse Deinen Partner, wenn er es auf einmal nicht erwartet. Fahre mit der Hand den Oberschenkel auf und ab, um ihn wissen zu lassen, woran Du gerade denkst. Nimm ihn an die Hand, führe ihn zu einem privaten Ort und löse da den Gürtel oder drücke ihn aufs Bett. Beiße dabei sanft auf seine Lippen und beginne mit den einfachen Dingen und DU wirst schnell merken, das es überhaupt gar keinen Grund gibt, nervös zu sein.

Sage ihm, das Du etwas Neues ausprobieren möchtest

Halte seine Arme fest und fessle sie ans Bett. Oder die Hände hinter dem Rücken mittels Handschellen fesseln und mache Deine Position klar, indem Du Deinen Partner oral befriedigst oder dazu bringst, Dich nach Deinen Anweisungen und Vorgaben entsprechend oral zu befriedigen.

Gehe langsam Schritte weiter

Sobald Du Dich mit dieser neuen Situation Vertraut gemacht hast, ist es an der Zeit, noch einen Schritt weiter zu gehen. Manchmal ist es einfach, wenn man seine Rolle einnimmt, diese anzukurbeln, indem man eben mittels Sprache und Worten anleitet. Das kann sehr leicht sein, weil man dann in die passenden Räume vordringt.

Du solltest damit beginnen, einfache Befehle zu erteilen.

  • „Kannst Du mir den Gefallen tun und meine Füße massieren?“
  • „Bringst Du mir ein Glas Wasser, ja?“
  • „Los, geh und wärme schon einmal das Bett vor.“

Sobald Dein Partner diese Befehle befolgt, kannst Du ruhig ein wenig perverser werden, besonders, wenn es dann tatsächlich immer mehr ins sexuelle Spiel übergeht. Aber auch hier möchte ich Dir ein paar Beispielbefehle geben:

  • „Du wirst mich nun schmecken!“ (Und den Partner nach unten drücken, das er Dich oral verwöhnt.)
  • „Du wirst keinen Orgasmus haben, bis ich es sage!“
  • „Du darfst erst zum Orgasmus kommen, wenn ich mindestens zwei Mal gekommen bin!“

Das sind nur einige Beispielbefehle, die Du Deinem Partner geben kannst. Du musst diese nicht unbedingt 1:1 anwenden, aber sie geben Dir eine gute Vorstellung davon, was Du Deinen Partner sagen kannst, um Deine dominante Seite mehr hervorzugeben, damit ihr euch beide mit euren neuen Rollen vertraut macht.

Finde Geschmack an Dominanz

Sobald Du Dich etwas mittels dieser Dinge weiter vorangetastet hast und schon mehr in die Welt der Dominanz schnuppern konntest, ist es an der Zeit herauszufinden, welche Art der Dominanz Du eigentlich bevorzugst.

Oft möchten einige die Dominanz lediglich auf ein kleines Maß beschränken und damit im Schlafzimmer bleiben. Andere wollen den Lebensstil rund um die Uhr erleben und den Partner vollständig besitzen und kontrollieren. Wenn Du jetzt bereits anfängst, das alles zu erforschen, wirst Du mittlerweile schon gut wissen, was Du vielleicht sogar willst.

Du solltest verstehen, dass es bei der Dominanz im Schlafzimmer auf keinen Fall darum geht, besonders extrem und grausam zu sein. Es ist daher auf keinen Fall verkehrt, wenn Du eine liebevolle und sogar lobende dominante Rolle einnimmst und die Aktivitäten, die Du durchführst, ein bisschen perverser sind.

Es ist daher so viel hilfreicher, die Person zu sein, die man ist, in dominanter Version als eine Person nachzuahmen, die dominant ist und man meint, diese Dominanz wäre die Richtige.

Wenn Du beispielsweise nicht den Drang verspürst, Deinen Partner weh zu tun, dann musst Du as auch nicht. Natürlich kann es Spaß machen, sadistisch und grausam zu sein. Aber Du musst Dich auf keinen Fall darauf konzentrieren, das Verhalten Deines Partners zu korrigieren und zu bestrafen. Es gibt genügend Alternativen.

Du kannst liebevoll dominant sein. Anstelle von Bestrafungen konzentrierst Du Dich darauf, gutes Verhalten zu belohnen. Anstatt Deinem Partner zu sagen, dass er schlecht ist oder ihn heftig zu demütigen, lass ihn doch einfach wissen, wie sehr es Dich erfreut, das er genau das tut, was Du möchtest.

Es ist nichts falsch daran, grausam und sadistisch zu sein. Als unterwürfiger Mensch kann man die Kontrolle sehr gerne aufgeben, weil genau das einen anmacht. Und wenn das für Dich und Deinen Partner funktioniert, ist das doch perfekt. Aber Du darfst Dich auch frei fühlen, romantisch und gar lohnend zu werden, wenn es eben besser passt oder Du wählst sogar eine völlig andere Szene aus.

Doch was ist überhaupt eine Szene?

Nun, hier spreche ich von einer Spielzeit, einem Szenario, was Du und Dein Partner ausleben können.

So kann es gut sein, dass Du und Dein Partner während dieser Szene bestimmte Spitznamen verwendet, die euch dabei helfen, die Rollen, die ihr einnehmt, besser durchzusetzen oder in den richtigen bereich zu bringen. Du kannst Deinen Partner beispielsweise Deinen Geliebten nennen oder einfach eine Abwandlung seines tatsächlichen Namens nehmen. Du kannst verlangen, das er Dich mit „Master“ oder „Herrin“ anspricht und nur bestimmte Satzphrasen nimmt, um mit Dir zu kommunizieren.

Das kommt alles auf eure persönlichen Vorlieben an.

Manchmal sind bestimmte Szenen genau durchgeplant und es gibt nicht so viel Raum für Abweichungen. Das kann eine großartige Weise sein das Spiel zum ersten Mal auszuleben, wenn man zum ersten Mal dabei ist, den eigenen Partner zu dominieren, mit einem neuen Partner zu spielen oder etwas Neues und Intensives zu probieren.

Bleibe sicher und kenne die Risiken

Du solltest stets im Hinterkopf behalten, das manche Szenen durchaus riskant sind, auch wenn man sie schon mehrmals gespielt hat.

So kann es immer sein, das es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt, Krankheiten übertragen werden oder man sich anderweitig verletzt. Selbst, wenn man etwas schon tausende Male gemacht hat, kann noch immer etwas schiefgehen.

Vielleicht hast Du schon einmal etwas vom Begriff RACK gehört. Hierrunter versteht man, das alles, was passiert, einvernehmlich stattfindet und man sich des Risikos von Dingen, die passieren können, durchaus bewusst ist. Das Befolgen von bestimmter Regeln ist daher unerlässlich, wenn Du Deinen Partner dominierst und kann dazu beitragen, die Risiken zu mindern.

Deine Aufgaben als dominanter Part

Es kann jetzt natürlich sein, das Du große Lust hast, mit Deinen Partner in die erste Szene zu springen. Vielleicht habt ihr sogar schon einmal zusammen gespielt und habt festgestellt, das es euch beiden sogar großen Spaß macht, wenn Du dominant bist. Dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Vielleicht habt ihr auch vor, aufgrunddessen langsam sogar etwas intensiver zu werden.

Auch wenn niemals geplant ist, sehr extrem zu werden, ist es wichtig, dass Du erkennst, dass Du als dominanter Part die Verantwortung trägst. Du bist nicht nur die Person, die den eigenen Partner dominieren, schlagen, demütigen usw. darf, sondern die auch stets ein Auge auf die Sicherheit hat.

So ist es wichtig, vor, während und nach eurer Szene ein paar Regeln zu befolgen, um sicherzustellen, das alles nach Plan verläuft.

Kenne Dein Spielzeug

Hier ist es wichtig, dass Du die Spielzeuge, die Du anwendest, zunächst erst einmal „trocken“ getestet hast. Beispielsweise bevor Du Deinen Partner fesselst, erst einmal ein Kissen gefesselt hast. Außerdem solltest Du, bevor überhaupt neue Spielzeuge gekauft werden, Dir erst einmal Informationen dazu einholen, wie Du diese überhaupt anwenden solltest. Außerdem kann es nützlich sein, die Spielzeuge zunächst an Dir selbst zu testen, um dessen Wirkung noch besser zu verstehen. Außerdem ist es wichtig zu lernen, wie man die Gegenständige reinigt und aufbewahrt.

Besprich die Sicherheit und Grenzen in der Szene

Das Safeword, gesundheitliche Bedanken und harte und weiche Grenzen zu kennen, bevor man mit jemanden in eine Szene eintaucht, ist wichtig. Man kann auch mittels eines Vertrages alles festhalten, was wichtig ist und um nichts zu vergessen.

Bereite Dich auf das Schlimmste vor

Es ist wichtig, alles bereitzulegen, was man benötigt, sollte eine Szene doch einmal schief laufen. Beispielsweise einen Ropecutter, wenn man schnell ein Seil lösen muss. Schlüssel für alle Schlösser, die man benutzt. Einen erste Hilfe Kasten. Ein aufgeladenes Telefon. Oder vielleicht sogar einen Feuerlöscher. Zu wissen, das man im Notfall alles bereit hat, was man benötigt, hilft, einen durchaus sehr klaren Kopf zu bewahren.

Starte einfach und baue langsam auf

So kannst Du einfach viel besser sicherstellen, das eine Szene genau so läuft, wie Du es möchtest. Du kannst immer intensiver, härter, schneller werden, aber Du kannst nichts wieder umkehren, wenn Du bereits Schaden angerichtet hast.

Respektiere das Safeword

Dein Partner muss wissen, das sein Safeword respektiert wird. Manchmal kann man ohne diese Zustimmung einfach nicht vertrauen, wenn man nicht sicher ist, ob man sich sicher fühlen kann, und die Handlung jederzeit widerrufen werden kann. Du kannst auch eine Szene entwerfen, bei der sichergestellt ist, das Dein Partner auf jeden Fall das Safeword ausrufen muss, um es dann auch zu üben. Wann immer also das Safeword fällt, solltest Du das auch respektieren. Stoppe das, was Du gerade tust und überprüfe alles ganz genau.

Halte immer wieder Rücksprache

Auch wenn Dein Partner das Safeword nicht verwendet, ist es ratsam, immer wieder Rücksprache zu halten. Du musst auch dabei nicht aus deiner dominanten Rolle heraus oder die Szene gänzlich unterbrechen, wenn Du ihm einfach ins Ohr flüsterst, ob ihm das im Augenblick gefällt. Es ist auch akzeptabel einfach von Anfang an vorsichtiger zu sein, wenn Du gerade erst lernst, dominant zu sein oder einen neuen Partner an Deiner Seite hast, bei dem Du nicht genau weißt, wie er denn dann reagiert, wenn etwas Gutes oder Schlechtes passiert.

Habe ein Auge auf ihn

Manchmal fühlt sich vielleicht Dein Partner nicht so wohl dabei das Safeword auszusprechen oder kann es nicht, weil seine Lage es ihm nicht erlaubt zu sprechen. Vielleicht ist er sich seines Zustandes in dem Moment auch nicht bewusst. Deshalb solltest Du Deinen Partner überwachen und auf körperliche Hinweise oder nonverbale Zeichen achten, die Stress bedeuten können. Möglicherweise musst Du dann die Szene stoppen oder unterbrechen, wenn Du derartige Anzeichen bemerkst.

Lasse Deinen Partner niemals alleine

Eine gefesselte oder ausgelieferte Person allein zu lassen kann sehr gefährlich sein. Es kann in dem Moment, in dem Du den Raum verlässt, sehr viel passieren. Ein gesundheitliches Problem, wie Nasenbluten, Schlaganfall oder ein Krampfanfall. In solchen Momenten musst Du dann handeln und Deinen Partner aus dieser Lage befreien.

Bewahre die Ruhe, wenn etwas schief läuft

Wenn Dein Partner das Safeword nutzt oder Du aus welchen Grund auch immer die Szene pausieren oder stoppen musst, hat das in erster Linie nichts damit zu tun, das Du etwas falsch machst. Es bedeutet lediglich das vorzeitige Ende einer Szene. Andere Situationen, wie beispielsweise eine Verletzung, Ohnmacht, Feuer oder dergleichen bedeutet, dass Du als dominanter Part dafür die Verantwortung übernehmen musst. Wenn Du jedoch vorbereitet bist, solltest Du in der Lage sein, die meisten Probleme leicht zu bewältigen und ruhig zu bleiben.

Vergiss die Nachsorge nicht

Du solltest für die Nachsorge Deines Partners sorgen, aber auch für Deine eigene. Die Nachsorge bedeutet, das man sich selbst oder einen Menschen hilft, wieder das körperliche und geistige Gleichgewicht zu finden. Hier kann man Essen und Trinken, eine warme Decke oder einige Streicheleinheiten verstehen. Manchmal bevorzugt man aber auch Stille und Einsamkeit. Die Nachsorge kann unendlich vielseitig sein. Du solltest in der Lage sein, diese Wege nicht nur Deinem Partner anzubieten, sondern auch selbst für Dich Wege finden, die Du sicherlich auch brauchen wirst, um wieder ins hier und jetzt zurück zu kommen.

Frage nach Hilfe, wenn Du sie brauchst

Einige Kontakte nach Außen, zu anderen BDSMlern, kann Dir helfen Wissen, Erfahrung, Unterstützung und Anleitung zu finden. So kannst Du auch eine Menge über das Thema Nachsorge erfahren. Außerdem kann man für bestimmte Dinge auch die Hilfe einer anderen Person in Anspruch nehmen. Allerdings bedeutet Hilfe zu suchen auch, im Notfall einfach die 112 zu kontaktieren.

All das kann helfen, eine Szene besser zu gestalten und sich sicherer zu fühlen. Denn alle Beteiligten, also vor allem Dein Partner und Du, sollen Spaß daran haben. Vorbereitet zu sein bedeutet auch, negative Erfahrungen zu minimieren. Du kannst einfach viel leichter an die Szene herangehen, weil Du über das Wissen und die Gegenstände verfügst, die erforderlich sind, um Dich und Deinen Partner zu schützen.

Natürlich versteht es sich von selbst, dass Du Deinen Partner respektieren musst. Wenn Du ihn nicht respektierst, kann es sein, dass Du die Regeln und die Verantwortlichkeiten, die Du als dominante Person hast, missachtest und damit jemanden verletzen könntest. Deshalb wird man nicht umsonst vor respektlosen dominanten Menschen gewarnt, weil es sie sehr gefährlich macht. Und so eine Person willst Du doch nicht sein.

Erstelle eine Szene

Es ist immer unklug, unvorbereitet in eine Szene zu starten. Man muss sich darauf vorbereiten. Vorbereitung wie beispielsweise das Spielzeug, was benötigt wird, näher zu kennen und griffbereit zu haben.

Hierbei geht es nicht nur um beispielsweise Schlag- und Fesselutensilien, sondern auch um andere notwendige Dinge, die zur Sicherheit wichtig sind.

Verhandlung

Bevor man mit der Szene beginnt, ist die Aufgabe von Dir dann auch noch, über die Dinge die passieren zu sprechen. Es ist wichtig, die Diskussion in der Hinsicht anzureden. Die Verhandlungen, so wie man sie nennt, sind wichtig, um sicherzustellen, dass Dein Partner, aber auch Du, eine gute Zeit haben.

Durch diese Verhandlungen erfährst Du auch, zu was Dein Partner bereit ist, was er nicht tun wird, was seine Grenzen sind. Ob es gesundheitliche Bedenken gibt, die er ihnen vorher mitteilen sollte. Außerdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um über Medikamente zu sprechen, die man vielleicht benötigt, wenn die Szene dann doch länger dauert. Man kann auch über die Ängste sprechen oder aber vergangene Traumata zur Sprache bringen.

Außerdem ist es wichtig, die Safewords klar festzulegen, die Grenzen zu definieren und Bedenken zur Sprache zu bringen.

Es ist an der Stelle gut möglich, das zwischen Dir und Deinen Partner hier und da vielleicht sogar ein Kompromiss gefunden werden muss.

Das klingt nun womöglich alles recht formell, das verhandeln kann auch durchaus strukturiert sein, gerade, wenn man einen neuen Partner hat, aber das muss es gar nicht. Die Verhandlungen können auch sehr locker sein und gar nicht so streng. Auch wenn die Szenen weniger intensiv sind oder man den Partner doch bereits kennt, kann eine Verhandlung doch sehr entspannt ablaufen.

Man kann die Verhandlungen auch lustig oder gar sexy gestalten. So können sie beispielsweise per Nachrichten als eine Art Dirtytalk gesehen werden und man kann sich so schon einmal etwas auf das, was kommen wird, einstimmen.

Wie sieht eine erfolgreiche Szene aus? Wir kann man sicher gehen, das alles gut läuft? Was stellt ihr beide euch darunter vor? Diese Fragen vorher zu beantworten, kann sowohl Dich, als auch Deinen Partner, vorher richtig in Stimmung bringen.

Du siehst, Kommunikation ist erforderlich, wenn Du die dominante Rolle im Schlafzimmer übernehmen möchtest. Und vielleicht wird es auch helfen, das ihr beide expliziter und auch gesünder über das alles sprechen könnt.

Auch wenn es jetzt am Anfang noch etwas schwer fällt, darüber zu sprechen, mach Dir keine Sorgen, denn vielen Menschen fällt es schwer, gerade am Anfang, über Sex zu sprechen. Doch mit der Zeit und der wachsenden Erfahrung wird es einfacher und es wird das Sexuelleben deutlich verbessern.

Mit der ersten Szene starten

Wenn man mit der allerersten Szene beginnt, ist es ratsam, langsam, fast schon zahm zu starten. Zunächst einmal solltest Du mit dem starten, was ihr auch gemeinsam gewöhnt seid, beispielsweise der klassische Sex. Und dann fügt man währenddessen langsam die Elemente hinzu, die in der Szene enthalten sein sollen. Fesseln oder Augenbinden zum Beispiel. Das klingt vielleicht für den Anfang etwas langweilig, aber wenn ihr beide das noch niemals zuvor versucht habt, kann das Gefühl einfach sehr überwältigend sein.

Du kannst also Deinen Partner fesseln und ab diesen Zeitpunkt über ihn bestimmen. Ihn mit Deinen Händen oder einem Sexspielzeug etwas leiden lassen, ihn dem Orgasmus nahe bringen aber doch dann zurückziehen, auf seinem Gesicht setzen, ihn mit Oralsex etwas zum Wahnsinn treiben und vieles mehr.

Oder mittels der Augenbinde kannst Du ihn eines Sinnes berauben, und dann machen mit ihm, was Du möchtest oder einfach nur ganz normalen Sex haben. Du kannst natürlich auch ankündigen, was als nächstes passieren wird, so dass es keine bösen Überraschungen gibt.

Denke immer daran: Es ist vollkommen in Ordnung, ein wenig nervös zu sein. Deshalb fängst Du doch klein an. Es ist auch völlig normal, das die Dinge womöglich etwas unangenehm sind, besonders wenn Du diese Rolle vorher noch nie eingenommen hast.

Wenn Du mit der Szene fertig bist, befreist Du Deinen Partner und startest ganz einfach in die Nachsorge.

Wenn ihr beide etwas Vertrauen gewonnen habt, könnt ihr einzelne Dinge immer weiter kombinieren und zukünftige Szenen dadurch immer abwechslungsreich gestalten.

One thought on “Trotz Nervosität dominant im Schlafzimmer sein

  1. Vielen Dank, das ist eine hervorragende und sehr sensible Einführung! Ich bin selber in der verzwickten Lage, dass mich jemand als seinen Herrn möchte, ich aber nicht weiss wie man das anfängt und ehrlich gesagt keine Lust habe jemanden zu misshandeln. In diesem Text wird aber klar, dass das ein schönes. Spiel auf Gegenseitigkeit sein kann.
    Viele Grüße
    Mats

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